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Kita in Bewegung
Familie Osthushenrich-Stiftung unterstützte Bewegungs- und Begabungsförderung in der KiTa St. Vincenz
Es war nur logisch, dass die Kinder des katholischen St. Vincenz-Kindergartens zum feierlichen Abschluss des Projektes einen Tanz vorführten: Schließlich stand in ihrer KiTa zwei Jahre lang die Bewegungs- und Begabungsförderung im Mittelpunkt. 20.000 Euro flossen dazu von der Familie-Osthushenrich-Stiftung und dem Träger der Einrichtung, der Kath. KiTas Hochstift gem. GmbH. Zwar wurde jetzt am vergangenen Samstag der Abschluss des Projekts – gemeinsam mit dem 15-jährigen Bestehen der Einrichtung in der Stadtheide – gefeiert, doch die hinterlassenen Spuren des Prozesses haben die KiTa maßgeblich geprägt.
„Vor zwei Jahren sagten wir uns: Bildung braucht Bewegung“, blickt Einrichtungsleiterin Regina Schlüter zurück: „Deshalb wollten wir die Begabungen unserer Kinder besser erkennen und dann auch fördern können.“ Doch solch ein ambitioniertes Vorhaben benötigt auch eine entsprechende Finanzierung. Mit der Familie-Osthushenrich-Stiftung fanden die KiTa und ihr Träger genau den passenden Partner: Die Stiftung fördert die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Ostwestfalen.
Mit 10.000 Euro unterstützte sie auch den St.-Vincenz-Kindergarten. Daran waren allerdings einige Bedingungen geknüpft, wie sich Kath-KiTas-Hochstift-Geschäftsführer Detlef Müller erinnert: „Das Projekt hat uns mächtig gefordert!“ Denn der Träger musste die gleiche Summe aufbringen; das Geld durfte ausdrücklich nicht nur in Sachmittel gesteckt werden. Und so floss der Großteil der Ausgaben in die Aus- und Weiterbildung der Erzieherinnen zum Thema „Bewegungserziehung“. Außerdem gab es fachliche Begleitungen vor Ort sowie Fachvorträge und eine Teamfortbildung. Leiterin Regina Schlüter ließ sich über anderthalb Jahre zur Spezialistin für vorschulische Begabungsförderung ausbilden. „Die Mitarbeiterinnen haben hierbei wirklich sehr viel geleistet, sie waren buchstäblich der Motor der Bewegung“, zollte Detlef Müller den insgesamt zehn Erzieherinnen seinen Dank und Respekt. Schließlich fand doch ein Großteil der Fortbildungen außerhalb der regulären Arbeitszeiten statt.
All diese Arbeit hat in der KiTa Spuren hinterlassen, die auch nach dem nun offiziellen Ende des Projekts nachwirken: So wurden laut Regina Schlüter die Altersbeschränkungen aufgehoben, so dass Kinder nun mit allem spielen können was sie möchten, auch wenn es vielleicht für ältere gedacht ist: „Dadurch wird Begabung gefördert“, so Schlüter. Überhaupt werde nun viel mehr darauf geachtet, was Kinder besonders herausfordere. Und die Arbeit der Erzieherinnen sei nun situationsbedingter, ginge viel mehr noch als ohnehin schon auf die Wünsche und Anregungen der Kinder ein. Ein sichtbares Zeichen sind zudem die vielen „Arbeitsecken“, in denen Kinder ganz für sich allen mit verschiedenen Materialien ihrer Phantasie freien lauf lassen können.
Auch der Geschäftsführer der Stiftung, Dr. Burghardt Lehmann, zeigte sich von den Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre sehr angetan – und richtete den Blick schon weiter in die Zukunft: „Das Tolle an dem Projekt für uns ist, dass hier insbesondere durch die Ausbildung der Mitarbeiterinnen die Nachhaltigkeit und somit der dauerhafte Erfolg gesichert ist“, freute sich Lehmann.
Die Kinder von St. Vincenz freuten sich derweil noch ganz besonders über die Einweihung eines großen Rutschen- und Kletterturms, dessen Errichtung Schlusspunkt des Projektes setzte.
Direkt vor Ort über die Bewegungs- und Begabungsförderung in der KiTa St. Vincenz sowie natürlich allgemein über die Einrichtung informieren können sich interessierte Eltern und Kinder beim Tag der offenen Tür am 1. Adventssonntag, 27. November, von 14 bis 17 Uhr im Bonifatiusweg 5.
www.familie-osthushenrich-stiftung.de
Nur strahlende Gesichter: Dr. Burghard Lehmann von der Familie-Osthushenrich-Stiftung, die Leiterin von St. Vincenz, Regina Schlüter, und der Geschäftsführer der Kath. KiTas Hochstift, Detlef Müller, freuen sich gemeinsam mit den Kindern der Einrichtung über das erfolgreiche Projekt „Bildung braucht Bewegung“. In dessen Rahmen wurde auch der neue Rutschen- und Kletterturm finanziert, vor dem das Foto entstand.
Text und Fotos: Birger Berbüsse